Übungen

Arbeiten unter Nullsicht - für Atemschutzgeräteträger eigentlich kein Problem. Gerade deshalb ist das "blinde" Verständigen der beiden Trupp-Partner wichtig - und muss trainiert werden.

In dieser Übungseinheit bestand die Aufgabe darin, sich entlang der Rückwegsicherung den Rückweg aus dem Gebäude/ Wohnung heraus zu suchen. Natürlich mit einer "Person" im Schlepptau und ohne sich oder die Rückwegsicherung aus den Augen zu verlieren.

Diese Aufgabe musste der Trupp unter absoluter Nullsicht und mit gewissen Erschwernissen wie verknoteten Schläuchen oder Hängen bleiben in Seilen/ Kabeln absolvieren.

Bilder: Simon Gräf

Nicht gefüllte Schläuche erschweren das Ganze....

Auch bliebt ein Truppartner immer wieder in "Kabeln" oder Leinen hängen...

Der Knoten macht es nicht einfacher.....

Ein Teil der Hofheimer Atemschutzgeräteträger konnte eine Übungseinheit in einem Brandcontainer im Landkreis Schweinfurt absolvieren.

Der Ablauf war dreigeteilt. Während im ersten Abschnitt die Wärmegewöhnung (Temperaturen an der Decke bis 700°C und die Schutzwirkung der Einsatzkleidung) im Vordergrund stand, musste im zweiten Durchgang ein Standard-Löschangriff nach eigener Vorgehensweise absolviert werden. Ziel war die möglichst schnelle und sichere Suche/ Rettung von vermissten Personen und das abschließende Ablöschen des Brandes.

Im dritten Teil wurde der Block eines Flashovers trainiert. Dies Vorgehensweise dient dazu, sich vor der Durchzündung (Flashover) zu schützen (Eigenschutz der Atemschutzgeräteträger).

Insgesamt war dies für alle Atemschutzgeräte eine interessante und lehrreich Veranstaltung.

Bilder: Simon Gräf

Löschangriff an die Brandstelle

Flashover-Block

 

Abschlussbild mit Teilnehmer und Ausbilder

Schwerpunkt der letzten Atemschutzübung des Jahres war die Arbeit des Sicherheitstrupps.

Neben verschiedenen Möglichkeiten zum Transport eines verunglückten Atemschutzgeräteträgers wurde hauptsächlich die Sicherstellung der Luftversorgung behandelt.

Meistens muss der Sicherheitstrupp eine sogen. Crashrettung durchführen. jedoch müssen die Atemschutzgeräteträger auch die Luftversorgung unter den widrigsten Bedingungen (Nullsicht, Hitze, Stress, Angst um Kameraden, Eigengefährdung) bei einem verunglückten Kameraden sicherstellen können.

Dazu befinden sich in der Feuerwehr Hofheim mehrere Sicherheitstrupp-Sätze, die diese Arbeit unterstützen. Darin sind ein unabhängiger Luftvorrat mit einer Rettungsfluchthaube und einem Mitteldruckanschluß untergebracht. Damit kann ein Sicherheitstrupp die Luftversorgung sichergestellt werden. Jedoch ist eine effektive und sichere Zusammenarbeit im Sicherheitstrupp nicht ohne intensive Übung zu erreichen. Nach einer eingehenden Gerätekunde mit Erläuterung der Trupparbeit konnten mehrere Sicherheitstrupps ihre oraktischen Kenntnisse vertiefen.

Die eingesetzten Trupps mussten mehrere realistische Situationen bearbeiten, bei denen der Schwerpunkt auf die Luftversorgung eines verunglückten, nicht transportfähigen Atemschutzgeräteträgers lag.

Bilder: Simon Gräf

Transport mit Halbschleiftrage

Herstellung der Luftversorgung - wo ist die Mitteldruckleitung?

U-Boot-Übung: gleichzeitiger Wechsel des Mitteldruckanschlusses - gar nicht so einfach wie es aussieht

Zu den jährlichen "Pflicht"-Terminen gehört für die Atemschutzgeräteträger die sogen. Theorieschulung.

Neben den jährlichen Belastungs- und Einsatzübung ist diese gem. FwDV 7 eine Muss-Veranstaltung (d.h. Pflicht!) und somit Voraussetzung, damit ein Atemschutzgeräteträger an einem Einsatz unter Atemschutz teil nehmen darf.

Nicht gerade sehr hoch in der Gunst des aktiven Atemschutzgeräteträgers angesiedelt, da oftmals eher unspannende Themen wir Pflichten, Tauglichkeitsuntersuchungen und Einsatzgrundsätze  des Atemschutzgeräteträgers angesprochen werden. Vieles oftmals ohne direkten Praxisanteil.

In dieser Übung wurde solche Dinge natürlich angesprochen, da sie unumgänglich sind. Zusätzlich wurden wichtige Unfallereignisse wie Marne und Köln anhand der vorliegenden Unfallberichte und -analysen aufgearbeitet und besprochen. Dabei wurde durch die Ausbilder versucht, einen direkten Praxisbezug zum aktuellen Ausbildungs- und Übungsbetrieb der Hofheimer Feuerwehr zu finden. Es sollten nur für uns wichtige Punkte herausgefiltert werden. Eine "Ferndiagnose", wie sie so oft von anderen Stellen oder in diversen Internet-Foren bei solchen dramatischen Ereignissen statt findet, sollte nicht vollzogen werden.

Weiterhin wurde ein erfolgreich abgeschlossener Einsatz der Feuerwehr Osnabrück anhang der vorliegenden Einsatzdokumentation besprochen. Bei diesem Saunabrand konnte trotz widrigster Umstände (Wassermangel, unklare Lage, hohe Brandintensiät, mehrere starke Durchzündungen) trotzdem der Brand erfolgreich unter Kontrolle gebracht werden.

Bild: Klick mich - ich bin ein Link

 

 

 

 

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