Erlebnis Verkehrsabsicherung

Gedanken nach der Verkehrsabsicherung Mainfrankentour am 21.06.2009

"Wüste Beschimpfungen"

Es ist Sonntag, der Tag ist wieder einmal, wie so oft, für die Feuerwehrleute zum Helfen verplant. Schon früh am Tag trifft man sich. Da schon im Vorfeld alles sorgfältig geplant wird, werden den Feuerwehrleuten die Posten schnell zugeteilt. Alle begeben sich auf ihre Station.

Die Anweisungen der Polizei zur Verkehrsabsicherung müssen befolgt werden, es soll ja nichts passieren. Feuerwehrautos werden platziert, so dass niemand vorbeifahren kann. Man kann sich gar nicht vorstellen, welches Talent in manchem Autofahrer steckt, damit sie diese Hindernisse umfahren können.

Andere stehen mit der Kelle da, um Autos anzuhalten. Doch es gibt Autofahrer, die dieses Zeichen nicht beachten. Feuerwehrleute stehen da machtlos gegenüber und können sich selbst nur noch mit einem Sprung zur Seite retten. Gut dass sie so sportlich sind. Doch was ist, wenn jetzt gerade ein Radfahrer kommt?

Von den wüsten Beschimpfungen mancher Autofahrer, wenn sie mal warten müssen, kann man Romane schreiben: viele sind gar nicht lustig und gehen unter die Gürtellinie. Mancher Feuerwehrmann denkt sich, wie schön könnte ich heute zuhause relaxen! Warum tun wir das?

Zum Glück kommt die Sonne zum Vorschein, das macht es leichter. Es rückt der Zeitpunkt näher, die Radfahrer müssten kommen, auch wir bekommen jetzt die Tour zu sehen. Ehe man sich versieht, sind sie vorbei gerauscht und alle sind ins Ziel gekommen. Wir haben unsere Arbeit für die Allgemeinheit pflichtbewusst beendet. Natürlich gibt es viele Autofahrer, die Verständnis zeigen und warten, denen möchten wir Danke sagen. Doch bitten wir, bei der nächsten Tour auch an uns zu denken, denn wir kommen trotz allem wieder in unserer Freizeit, wenn man uns braucht. Wie heißt es so schön „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.

Unseren fleißigen Feuerwehrleuten möchten wir einen herzlichen Dank aussprechen.

Karlheinz Vollert, 1. Kommandant

Dirk Häusinger, 2. Kommandant

(Im Boten vom Haßgau, am 24.06.2009 als Leserbrief veröffentlicht)